1,000.00 € of 2,500 €
Die EZB sucht gerade Motive für die neuen Euroscheine. Zehn Entwürfe stehen zur Abstimmung, bis zum 21. September darf ganz Europa mitreden.
Wir hätten da sechs Vorschläge.
Wir sind Anna di Bari und Gorden Isler. Wir kennen uns seit der Kampagne #Bochumrettet und haben zwei Jahre gemeinsam im Vorstand von Sea-Eye gearbeitet. Was wir in dieser Zeit vor allem gemacht haben, war rechnen. Was kostet der Treibstoff, was kostet der Proviant, reicht das Geld noch für genug Rettungsmittel?
Seenotrettung im Mittelmeer wird von Privatleuten bezahlt. Von Menschen, die zwanzig Euro im Monat geben, von Kirchengemeinden, von Kommunen, die selbst wenig haben und trotzdem zusammenlegen. Genau diese Leute füllen seit über zehn Jahren eine Lücke, die es nur gibt, weil die EU-Staaten sich ihrer Verantwortung entzogen haben. Das Geld, das für Rettung fehlt, ist nicht weg. Es steckt jetzt nur in Stacheldrahtzäunen, in Radargeräten, in Drohnen und in Deals mit Libyen und Tunesien. Mit Milizen. Mit autokratischen Regimen. Für ein brutales, tödliches Grenzregime ist Geld da.
Doch Menschen machen sich jeden Tag auf den Weg, weil ihre Hoffnung größer ist als ihre Angst. Die Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit, in Frieden und in Freiheit wiegt schwerer als die Angst vor dem Tod und die Angst davor, zurückgeschickt zu werden. Sie gehen, weil sie einen positiven Blick auf ihre Zukunft haben. Dafür darf man niemanden moralisch verurteilen.
Wir in Europa können uns nur aussuchen, wie wir damit umgehen. Im Moment ist es ein brutaler und blutiger Weg. Die Seenotrettungsorganisationen stehen für den anderen. Sie sind eine Rettungskette, und die hält nur, wenn genug Menschen sie tragen. Jeder Einzelne, der Organisationen wie unsere unterstützt, ist Teil dieser Kette.
Und dann lesen wir wieder dieselben Sätze wie seit Jahren. Dass in Ceuta und Melilla ja vor allem junge Männer ankommen. Als wäre das ein Argument. Dieses Grenzregime lässt doch nur noch lebendig ankommen, wer jung und stark genug ist. Wir fragen uns, was die Leute eigentlich sehen wollen. Frauen und Kinder, die am Strand von spanischen Polizisten zurückgeprügelt werden? Die Debatte ist verlogen, unehrlich und unmenschlich.
Politik und Medien sprechen und schreiben in diesen Tagen wieder von illegaler Migration. Für uns ist das ein Kampfbegriff. Es gibt praktisch keine legalen Wege mehr, um in Europa Schutz zu finden.
Unsere Rettungskette darf nicht brechen, egal wie oft diese menschenverachtenden Narrative wiederholt werden.
Wer diese Bilder nicht sehen und wer diese Politik nicht unterstützen will, der muss etwas dagegen tun.
Bitte unterstützt Sea-Eye.
Vielen Dank, eure Anna di Bari und Gorden Isler
Your donation
Supporters
Frequently asked questions
Your donation saves lives. It goes directly to Sea-Eye e.V., an organisation for civil sea rescue. Sea rescue is still carried by civil society. Sea-Eye goes where Europe looks away and closes itself off. Every euro helps us run missions, protect lives and make the humanitarian crisis in the Mediterranean visible.
No. Listing your campaign and using the provided texts, image material and other resources is free of charge. Costs may arise from your own activity itself. We cannot reimburse or pre-finance the organisation or implementation of your fundraising campaign. Small donations are also very welcome. If you first cover your own expenses, such as a flea-market stall fee, and then donate the remaining proceeds or part of them, that is great too. To generate more donations, we recommend displaying the Sea-Eye x YOU posters at your activity and telling people about your campaign.
Once you have started a campaign on this website, you will automatically see different ways to share it. This helps you gain supporters and draw attention to your campaign. If you want to share your idea before launching and motivate others to join in, take a look at Tips & Tricks. We have collected message ideas and arguments that may fit you and your idea.
Every euro raised saves lives. If your fundraising goal is exceeded, that is wonderful: it means more missions can be carried out and more people can receive help.
If fewer donations come in, the money raised still helps. Every contribution makes a difference. Just as important are the stories, your commitment and the lived solidarity we are showing together this summer.
